Praxis für Pathologie
Dr. med. Ute Seifert

Histologische und zytologische Untersuchungen

Histologische Diagnostik

Histologische Diagnostik

Einbettautomat
Frau Voigt beim Zuschneiden der Paraffinblöckchen
Unser Kurierdienst liefert mehrmals täglich Gewebeproben von Einsendern an. In der Regel sind diese in kleinen Gefäßen in Formalinlösung fixiert. Im Labor bekommt jede eingesandte Probe sofort eine Präparatenummer, die eine eindeutige Zuordnung zu einem bestimmten Patienten ermöglicht, aber auch das Datum des Eingangs dokumentiert. Dazu werden die Patientendaten vom Überweisungsschein in den Computer eingelesen. So sieht der Arzt bei der Befundung sämtliche Patientendaten und eventuell vorhandene Vorbefunde. Dann werden die Gewebeproben vom Arzt makroskopisch beurteilt, ggf. geschnitten und in sogenannte Einbettkassetten platziert. Der Einbettautomat entzieht mittels verschieden konzentrierter Alkohollösungen dem Gewebe das Wasser und stabilisiert es durch Imprägnierung mit Paraffin. In der Ausgießstation werden die Einbettkassetten von Hand geöffnet und in ein Paraffinblöckchen eingegossen, was die Voraussetzung für die Erstellung des Schnitts schafft. Am Mikrotom wird ein wenige Mikrometer dünner Schnitt erstellt, welcher auf einen Objektträger aufgebracht wird. Der Schnitt wird gestreckt und getrocknet. Nach Entparaffinierung werden die Objektträger im Automaten gefärbtund anschließend mit einem Deckgläschen versehen. Die Automatisierung verschiedener Teilprozesse garantiert dabei größtmögliche Exaktheit der Verfahren und dadurch optimale Bedingungen für die Befundung. Der fertige Objektträger wird anschließend durch den Arzt lichtmikroskopisch untersucht und ein ausführlicher Befund erstellt, der an die auftraggebende Praxis zugestellt wird. Die Gewebeprobe wird sowohl auf dem Objektträger wie auch als Paraffinblöckchen archiviert und nach den gesetzlichen Bestimmungen aufbewahrt, um bei weiteren Untersuchungen und zu Zwecken der Qualitätssicherung verfügbar zu sein. Die Daten des Patienten und der zugehörige Befund werden ebenfalls gespeichert, denn diese "Krankheitsgeschichte" hilft dem Pathologen ebenso wie dem behandelnden Arzt bei der Beurteilung jeder weiteren Probe.